Allgemeine Geschäftsbedingungen für das Lentföhrden Open Air Festival
1. Veranstalter ist die Lentföhrden Open Air UG (haftungsbeschränkt), An der Au 11, 24632 Lentföhrden, Tel. 0171/6839652,
Geschäftsführung: Oliver Thomas Abraham, Handelsregister Kiel HRB 16391 KI

 

2. Geltung der AGB
2.1. Das Lentföhrden Open Air findet auf dem ausgewiesenen Festivalgelände im Kreis Segeberg in Schleswig-Holstein statt.
Das Festivalgelände umfasst sämtliche Flächen, zu denen nur Zutritt mit gültigem Festivalticket gewährt wird, dazu gehören
insbesondere die Eventfläche, die Haupt- und Nebenbühnen und Parkzonen. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen AGB gelten
auf dem gesamten Festivalgelände.
2.2. Diese AGB gelten zwischen dem Käufer einer Eintrittskarte („Besucher“) und der Veranstalterin, der
Lentföhrden Open Air UG (haftungsbeschränkt) („Veranstalter“). Durch den Kauf einer Eintrittskarte schließt der Besucher mit
dem Veranstalter einen Veranstaltungsvertrag und erwirbt ein Besuchsrecht der Veranstaltung.
2.3. Jeder Besucher erkennt die Rechte und Pflichten in diesen AGB sowie die Parkordnung an.

 

3. Weiterverkaufsverbot; Vertragsstrafe
3.1. Der Veranstalter stimmt der Übertragung des Besuchsrechts auf einen Dritten grundsätzlich zu, es sei denn
3.1.1. Gegen den Dritten besteht ein Hausverbot
3.1.2. Das Besuchsrecht wird zu einem höheren Preis übertragen als für den Nennpreis der Eintrittskarte bzw. es handelt sich um einen gewerblichen und kommerziellen Weiterverkauf
3.1.3. Der Verkauf wird von nicht autorisierten Dritten, insbesondere Internetdienstleistern vermittelt, über nicht autorisierte Dritte durchgeführt oder von nicht autorisierten Dritten abgewickelt, insbesondere vom Veranstalter nicht autorisierten Marktplätzen und Ticketweiterverkäufern im Internet, wie z. B. ebay
3.1.4. Bei Veräußerung zu Zwecken von Werbung, im Rahmen nicht autorisierter Reisepakete, Bonuszugaben oder im Rahmen von Gewinnspielen
3.2. Jeder Besucher, der Eintrittskarten unter Verstoß gegen vorstehende Zustimmungsvoraussetzungen weitergibt, zahlt dem Veranstalter eine angemessene Vertragsstrafe in Höhe von 2.500,- EUR je vertragswidrig angebotener Eintrittskarte bzw. angebotenem Besuchsrecht. Bei einem Verstoß gegen vorstehendes Verbot ist der Veranstalter berechtigt, das Besuchsrecht zu entziehen, bzw. die Eintrittskarte einzuziehen.

 

4. Parken
4.1. Eine gültige Eintrittskarte berechtigt an den Veranstaltungstagen in den jeweils ausgewiesenen Zonen auf dem Festivalgelände zum Parken. Die Parkgebühr beträgt 1 Euro. Den Parkordnern/Security ist Folge zu leisten. Auf dem gesamten Festivalgelände gilt die StVO.
4.2. Das Parken auf den ausgewiesenen Parkplätzen geschieht auf eigene Gefahr.

 

5. Einlass; Einlasskontrolle
5.1. Der Zutritt zum Festivalgelände ist nur mit gültiger und unversehrter Eintrittskarte oder unversehrtem Festivalbändchen (auch Wristband genannt) möglich. Beim ersten Einlass ist die unversehrte Eintrittskarte vorzuzeigen, die sodann auf dem Festivalgelände entwertet wird, gleichzeitig erhält der Besucher das Festivalbändchen. Besuchern, die das Festivalgelände verlassen, wird erneuter Einlass nur gewährt, wenn sie ein verschlossenes, unversehrtes Festivalbändchen um das Handgelenk tragen. Unverschlossene oder versehrte Festivalbändchen verlieren ihre Gültigkeit.
5.2. Beim Zutritt zum Festivalgelände und auf dem gesamten Festivalgelände kann eine Sicherheitskontrolle durch den Ordnungsdienst vor Ort durchgeführt werden. Der Ordnungsdienst ist angewiesen eine Leibes- und Taschenvisitation bei den Besuchern vorzunehmen. Die Besucher erklären sich damit einverstanden.
5.3. Der Veranstalter behält sich das Recht vor, einem Besucher den Einlass zum Festivalgelände aus wichtigem Grund zu verweigern. Als wichtiger Grund gilt insbesondere aber nicht abschließend, das Mitführen von verbotenen Gegenständen gemäß Ziffer 6, ein offensichtlich stark alkoholisierter Zustand des Besuchers, wenn der Besucher offensichtlich unter Drogeneinfluss steht oder eine offensichtlich homophobe, sexistische, rassistische oder menschenverachtende Einstellung hat. Bei Verletzung des Jugenschutzes wird der Einlass ebenso verweigert. Besteht ein vorbenannter wichtiger Grund für die Einlassverweigerung, verlieren die Eintrittskarte oder das Festivalbändchen ihre Gültigkeit, der Eintrittspreis wird nicht erstattet.

 

6. Verbotene Gegenstände
6.1. Auf dem gesamten Festivalgelände sind verboten:
6.1.1. Glasflaschen jeder Art, Tiere/Haustiere, Waffen aller Art (auch im technischen Sinne), Fackeln, pyrotechnische Gegenstände, Wunderkerzen, Himmelslaternen, Vuvuzelas, Megaphone, Shirts von rechten Bands, kommerzielle, politische oder religiöse Gegenstände aller Art, einschließlich Banner, Schilder, Symbole oder Flugblätter sowie gefährliche Gegenstände jeglicher Art.
6.1.2. Foto-, Film-, Videokameras oder sonstige Aufnahmegeräte, die nach ihrer Ausstattung, Art und Größe offensichtlich nicht nur dem privaten Gebrauch dienen, es sei denn, es wurde vorher eine schriftliche Genehmigung erteilt. Die schriftliche Genehmigung ist in diesen Fällen bei sich zu führen und dem Ordnungsdienst nach Aufforderung vorzuzeigen.
6.2. Auf dem Veranstaltungsgelände sind zudem nicht erlaubt: jegliche Form von Glasbehältern (auch Parfümflaschen), Camelbags, Kanister, Plastikflaschen, PET-Flaschen, Trinkhörner, Dosen (auch Haarspray, Deo etc.), CS-Gas, Pfefferspray, Nietenarmbänder, Nietenhalsbänder, Gürtel und Schuhe mit hochstehenden oder angespitzten Nieten oder Nieten mit einer Länge von mehr als 1,5 cm, Ketten, Fahnenstangen, Stöcke und Patronengürtel.
6.3. Erlaubt sind ebenfalls nicht sonstige Trinkbehälter, eigene Lebensmittel, eigene Getränke, Kühltaschen oder sonstige schwere Behältnisse.
6.4. Der Veranstalter ist berechtigt, verbotene Gegenstände vorübergehend zu verwahren und in Besitz zu nehmen.

 

7. Hausrecht; Verhaltensregeln; Fotografieren und Filmen
7.1. Das Hausrecht wird vom Veranstalter sowie seinem Ordnungs- und Sicherheitspersonal ausgeübt. Auf dem Festivalgelände gilt die Haus- bzw. Festivalgeländeordnung sowie die Parkordnung des Veranstalters. Den Weisungen des Personals des Veranstalters ist Folge zu leisten. Besuchern ist es untersagt, auf dem Festivalgelände:
7.1.1. Verbotene Gegenstände mitzuführen (Ziffer 6),
7.1.2. Körperliche Gewalt gegen andere Besucher, Personal des Veranstalters oder sonstige Dritte auszuüben,
7.1.3. Gegenstände auf die Bühne oder andere Besucher zu werfen,
7.1.4. Die „Wall of Death“ oder den „Circle Pit“ auszuüben,
7.1.5. Außerhalb der Toiletten zu urinieren oder die Notdurft zu verrichten,
7.1.6. Bauliche Anlagen, Wände, Sachen etc. zu bemalen, zu besprühen oder zu beschmutzen,
7.1.7. Ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Veranstalters gewerblich Handel zu treiben, Marketingaktionen oder Werbemaßnahmen durchzuführen. Werbemaßnahmen gleich welcher Art, d.h. Bewerbung eines Produkts, einer Dienstleistung, eines Unternehmens oder einer Marke, sowie das Anbringen von Dekorationen und sonstigen Gegenständen sind auf dem gesamten Festivalgelände grundsätzlich untersagt,
7.1.8. Bereiche und Räume zu betreten, die für Besucher nicht freigegeben sind. Das Klettern auf die Bühnen, Zelte, Traversen oder ähnliches ist ebenfalls nicht erlaubt.
7.2. Fotografieren für den privaten Gebrauch mit Handys ist gestattet. Die Persönlichkeitsrechte Dritter sind dabei jederzeit zu wahren. Das Herstellen von Film- oder Tonaufnahmen jeglicher Art sowie deren Veröffentlichung online oder offline ohne Genehmigung des Veranstalters sind verboten.
7.3. Besucher, die gegen vorstehende Verhaltensregeln oder gegen Verhaltensgebote gemäß Ziffer 5.3, Ziffer 7 und 8.1 und 8.2 verstoßen oder verstoßen haben, kann der Veranstalter vom Festivalgelände verweisen und Hausverbot erteilen. Begeht ein Besucher auf dem Lentföhrden Open Air eine Straftat (z.B. Drogenhandel, Körperverletzung, Diebstahl etc.) wird dieser sofort und ohne Vorwarnung von dem Festivalgelände verwiesen und der Sachverhalt wird der Polizei angezeigt.
7.4. Besteht ein vorbenannter wichtiger Grund und der Veranstalter verweist den Besucher vom Veranstaltungsort, verlieren die Eintrittskarte oder das Eintrittsbändchen ihre Gültigkeit, der Eintrittspreis wird nicht erstattet. Wer schuldhaft gegen diese AGB verstößt, ist dem Veranstalter für den daraus entstandenen Schaden ersatzpflichtig.

 

8. Absage oder Abbruch der Veranstaltung, Programmänderungen
8.1. Wird das Lentföhrden Open Air abgesagt, besteht ein Anspruch auf Erstattung des Eintrittspreises ohne Vorverkaufsgebühr.
8.2. Das Lentföhrden Open Air findet bei jeder Witterung statt. Sollten die Witterungsumstände jedoch Gefahr für Leib, Leben oder Gesundheit für die Besucher, Künstler oder Personal befürchten lassen, so wird das Lentföhrden Open Air sofort abgebrochen. In diesem Falle sowie bei Abbruch des Lentföhrden Open Air aus sonstigen Gründen höherer Gewalt, aufgrund behördlicher Anordnung oder gerichtlicher Entscheidung, besteht kein Rückvergütungs- oder Schadensersatzanspruch, es sei denn, dem Veranstalter kann Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last gelegt werden.
8.3. Ein Festivalticket berechtigt zum Besuch einer Vielzahl von Konzerten und Begleitveranstaltungen auf dem Festivalgelände. Im Falle von Programmänderungen, der Absage einzelner Shows, Streichung einzelner Konzerte aus dem Programm, auch vom Headliner, hat der Besucher daher keine Ansprüche gegen den Veranstalter. Änderungen sind vorbehalten, solange sie im gewissen Rahmen bleiben und den Gesamtcharakter des Festivals nicht verändern. Verspätungen und Verlegungen einzelner Programmpunkte sind vom Besucher hinzunehmen. Änderungen wird der Veranstalter immer unverzüglich auf der Homepage bekanntgeben.

 

9. Gesundheitsbeeinträchtigungen durch Lautstärke
9.1. Dem Besucher ist bewusst, dass beim Lentföhrden Open Air, insbesondere direkt vor den Bühnen eine besondere Lautstärke herrscht. Die Gefahr von möglichen Gesundheitsschäden, insbesondere Hörschäden, besteht. Der Veranstalter sorgt durch geeignete technische Ausstattung, Lautstärkebegrenzung sowie die Auswahl der individuellen Veranstaltungsorte dafür, dass der Besucher vom Schallpegel keinen Schaden nimmt. Trotzdem wird dringend empfohlen, Ohrstöpsel zu verwenden, insbesondere beim Aufenthalt in der Nähe der Lautsprecherboxen. Weiterhin wird dringend empfohlen, einen Platz vor den jeweiligen Bühnen zu wählen, der den individuellen Hörgewohnheiten zuträglich ist.

 

10. Jugendschutz – Für jede Veranstaltung gelten die Bestimmungen des Gesetzes zum Schutz der Jugend in der Öffentlichkeit
10.1. Kinder und Jugendliche im Alter von 1 bis 16 Jahren haben nur Zutritt in Begleitung einer personenberechtigten oder einer erziehungsbeauftragten Person. Eine erziehungsbeauftragte Person ist jede Person über 18 Jahren, soweit sie auf Dauer oder zeitweise aufgrund einer Vereinbarung mit der personenberechtigten Person Erziehungsaufgaben wahrnimmt oder soweit sie ein Kind oder eine jugendliche Person im Rahmen der Ausbildung oder der Jugendhilfe betreut (§1 Abs. 1 Nr. 4 JuSchG). Eintritt frei ist für Kinder bis einschließlich 14 Jahren.
10.2. Jugendliche im Alter von 16 Jahren und einschließlich 17 Jahren, d.h. unter 18 Jahren, dürfen sich nach 24 Uhr nicht mehr auf dem Festivalgelände aufhalten. Entsprechende Einschränkungen bestehen für alle Kinder und Jugendlichen.
10.3. Erziehungsbeauftragte Personen haben einen schriftlichen Nachweis ihrer Beauftragung mitzuführen und auf Verlangen des Ordnungspersonals diesen vorzuzeigen.
10.4. Es gelten die gesetzlichen Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes (JuSchG)

 

11. Haftungsbeschränkung
11.1. Der Veranstalter, seine gesetzlichen Vertreter oder seine Erfüllungsgehilfen haften nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.
11.2. Von der vorstehenden Haftungsbeschränkung unberührt bleibt die Haftung des Veranstalters für anfängliche Unmöglichkeit und für die Verletzung vertragswesentlicher Pflichten auch bei einfacher Fahrlässigkeit, jedoch begrenzt auf den vorhersehbaren und vertragstypischen Schaden. Ansprüche für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz bleiben von der vorstehenden Beschränkung unberührt.
11.3. Der Veranstalter haftet nicht für verloren gegangene oder beschädigte Sachen. Parken auf ausgewiesenen Parkplätzen geschieht auf eigene Gefahr.

 

12. Recht am eigenen Bild
12.1. Der Veranstalter und durch ihn beauftragte Dritte sind berechtigt, im Rahmen der Veranstaltungen Bild-, Ton- und Bildtonaufnahmen der Besucher ohne Vergütung für die abgebildeten Personen herzustellen und in jeder Art und Weise umfassend in allen bekannten und zukünftigen Medien zu nutzen oder nutzen zu lassen. Die Berichterstattung in allen Medien ist ebenfalls eingeschlossen, auch die Speicherung auf Ton- oder Bildtonträger zur Sponsorenakquise und zu allen sonstigen Geschäftstätigkeiten des Veranstalters. Sämtliche Rechte dürfen auch zu vorstehenden Zwecken auf Dritte übertragen werden.

 

13. Anwendbares Recht; Sonstiges
13.1. Es gilt ausschließlich deutsches Recht.
13.2. Der Veranstalter behält sich vor, die AGB jederzeit zu ändern.
13.3. Gerichtsstand ist Neumünster.

 

Lentföhrden, 04.06.2015